Das Rundfunkmuseum

der Stadt Fürth

Kurgartenstrasse 37,    D - 90762 Fürth

 

Zum Kurzwellenhörertreffen des Kurzwellenring-Süd, sind Gäste und Interessenten willkommen.

 

Nachtaufnahme im Januar 2007

Das Rundfunkmuseum ist jeweils dienstags bis freitags von 12:00-17:00 MEZ-S   geöffnet.

Samstags und sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr.

Eintrittspreise
Einzelkarten  
Erwachsene EURO   4,--
Ermäßigt EURO   3,--
Schulklassen (pro Schüler) EURO   2,--

 

1 Erwachsener, bis 2 Kinder EURO   7,--
2 Erwachsene, bis 4 Kinder EURO   9,--
Führungszuschlag
pro Person ab 6 J.
EURO   1,--

rundfunkmuseum@fuerth.de

 

Tel.:    0911 / 75 68 110

FAX : 0911 / 75 67 110

 

 

Die Anfänge des Rundfunks 1923 - 1932

 

Auf dem Höhepunkt der Inflation in Deutschland, am 29. Oktober 1923, wurde der Unterhaltungsrundfunk offiziell eingeführt.  Die ersten Sendeanlagen befanden sich im Dachgeschoß des VOX-Hauses in Berlin.

1924/25 installierte die Post, unter deren Hoheit sich der Sendebetrieb befand, in allen Teilen Deutschlands weitere Sender, die allerdings am Anfang mit 0,7 kW Sendeleistung noch recht schwach waren. Doch deckten sie zumindest Ballungszentren einigermaßen ab. Erst zu Beginn der 30er Jahre wurde mit den 100 KW-Großsendern eine flächendeckende Versorgung erreicht. Am 30. März 1924 nahm die "Deutsche Stunde in Bayern" in München den Sendebetrieb auf. Im Herbst 1924 folgte Nürnberg, zunächst als Relaisstation von München.

Radiokauf und -besitz waren ein teures Hobby, das sich auch in den "Goldenen" 20er Jahre nur wenige leisten konnten. Deshalb bemühten sich viele Radio-Amateur-Vereine, den weniger Begüterten durch den Selbstbau von Radios dieses neue Medium schmackhaft zu machen. Der in Fürth sehr aktive "Arbeiter-Radio-Bund Deutschland" war nur eine dieser Organisation. Zudem konnte bei diesen Vereinen die "Audion-Prüfung" abgelegt werden, die zum Betreiben eines Empfängers ohne RTV-Prüfstempel bis 1925 nötig war.

Einfache Detektorapparate und batteriebetriebene offene Röhrengeräte prägten bis 1928 das Bild. Charakteristisch waren sog. D-Züge - der bekannteste stammt von Siemens - bei denen Audiostufe und ein bis zwei Verstärkerstufen noch in getrennten Gehäusen untergebracht waren. Doch bald wurden alle Teile in ein Gehäuse eingebaut. Die Verwendung von Mehrpolröhren (Tetrode, Pentoden) statt der bis dahin verfügbaren Trioden erlaubte noch 1926 Hochfrequenzverstärkung ohne Neutralisation und ermöglichte den Bau kompakter, leistungsfähiger Geräte.

Nach 1928 setzten sich schnell die am Stromnetz angeschlossenen Radios durch. Sie waren in der Anschaffung zwar teuerer, erübrigten aber die vorher nötigen sehr teuren Anodenbatterien und Akkumulatoren, die immer wieder zum Aufladen in Ladestationen gebracht werden mußten.

Schon 1925 hatte der Amerikaner Armstrong die Superheterodyne-Schaltung erfunden. Doch sie setzte sich nicht zuletzt aus Patentrechtsgründen in Deutschland in den 20er Jahren kaum durch. Bessere Empfangsqualität und höhere Trennschärfe kennzeichnen dies bis heute gebräuchliche Empfängerschaltung, die die Empfangsfrequenz mit einem eigenen Oszillator auf eine oder mehrere fest abgestimmte "Zwischenfrequenz"-Verstärkerstufen umsetzt.

Ebenfalls zu Beginn der 30er Jahre kommen Lautsprecher und Empfänger in ein Gehäuse, das sie erst wieder mit der Stereophonie in den 60er Jahren und später verlassen.

Mit den Netzgerät gewann die junge Rundfunkindustrie immer mehr an Bedeutung. Schon 1924 hatte der, für die Einführung des Rundfunks verantwortliche Hans Bredow mit der Berliner Funkausstellung ein Podium für die Industrie geschaffen. Sie lag, da wegen der hohen Preise der Radiokauf häufig zu Weihnachten erfolgte, jeweils im Frühherbst. So stieg die Zahl der Radiohörer, genauer die der angemeldeten Radioapparate, bis 1933 auf etwa 4,5 Millionen an.

Nachdem sich die Politik anfangs um das junge Medium auch wegen der noch geringen Hörerzahl kaum gekümmert hatte, nahm ab 1930 und vor allem ab 1932, als am Reichstag vorbei mit Ausnahmeverordnungen regiert wurde, der Einfluss des Staates immer mehr zu. Rundfunk diente jetzt den Regierungen zunehmend zur Rechtfertigung und Erläuterung ihrer Maßnahmen. Wie auch in anderen Bereichen wurde somit die Grundlage für die schnelle Machtergreifung der Nationalsozialisten schon 1932 spätestens seit der Regierung Papen gelegt

Mit freundlicher Genehmigung des Rundfunkmuseum Fürth/Burgfarrnbach.                                

Aus "kleeblatt radio  Heft 9/April 1994" .                                                                     

August 1999

 

   

Im März 1924 nahm der Sender Bayern in München seinen Betrieb auf und am 2. August 1924 wurde ein Zwischensender in Nürnberg errichtet.

Heimradiogeräte  ab dem Jahre 1935,  wurden in den oberen Preisklassen mit einem   "Magischen Auge"   zum besseren Abstimmen des Empfangssender ausgestattet.  Es gab auch schon Heimempfänger mit Speichertasten, sowie mit automatischer, motorbetriebener Skalaführung.

 

Verschiedene Werbeplakate zu beziehen vom

Rundfunkmuseum Fürth.

Kurgartenstr. 37          D-90762 Fürth

 

 

Grundig Heinzelmann RF-2
Tefi Radio mit
Schallbandspieler B 51,
1952

RF-1

 

Verschiedene Röhren Radio`s RF-3
So sahen früher Radio Reparaturwerkstätten aus RF-4

 

links:

Heimempfänger von    

Seibt 1924,            Telefunken-Bauerlaubnis.

 

rechts:

 

Detektor  

mit Röhrenverstärker von 

Radio Mroz,  Wien 1927

Heimempfänger

 

von Seibt  1935  

mit    LW - MW

Heimempfänger  

 

Nordmark Super  1936

Automatikanwahl durch eine Telefonwahlscheibe, 

sowie Abstimmungsanzeige durch ein magisches Auge. 

LW - MW

Ingelens Radio 

Aus dem Jahre 1938  mit automatischer, geographischer Stationsmeldung, 

sowie Abstimmungsanzeige durch magisches Auge.  

LW - MW

Greatz Radio

 

aus dem Jahre 1940

6 Kreis Super, mit

2 Kurzwellenteilen,

sowie   6 MW  und

2 LW-Speichertasten.

Sachsenwerk

 

mit Stationsnamen Einblendung neben dem magischen Auge

KW - MW - LW

Stern - Radio

 

1959  Juwel 2

2xKW, LW, MW, UKW

Der Heinzelmann

1946 brachte Max Grundig seinen  ersten Radiobaukasten  heraus.

Es gab zwei Ausführungen, eine für   DM 176,00  

und eine Luxusausführung 

für  DM 189,00

Die Empfänger waren für 

LW, MW und Kurzwelle ausgelegt.

Diverse Bauarten von Rundfunkempfänger
Radiofront im 2. Obergeschoss

Grundig Radio

aus dem Jahre 1954 mit UKW-LW-MW-KW

 

Kurzwellenempfänger

Jennen Trio JR 101 aus dem Jahre 1960 -1963.

 

 

Kurzwellensender     

in Deutschland

 

 

Der erste Kurzwellensender mit einer Leistung von 0,15 kW von Telefunken wurde im August 1926 in Königs Wusterhausen mit seinen Rundfunk-Versuchsendungen im 52m-Band bis ca. Juni 1927  in Betrieb genommen. Die Antenne war eine Eindraht-Antenne, auf Oberschwingung erregt. zu einem der Stahlgittermast gespannt.

Im August 1929 offizieller Kurzwellensender in Zeesen, 5 kW bei A3 später nach Einführung der Gegen-Kopplungsmaßnahme 8 kW, in Betrieb bis ca. 1940.   Frequenzbereich ebenfalls 5000 bis 20000 kHz.  Vertikale Eindrahtantenne, auf 9. Oberwelle erregt, ca 75m lang, von Sendegebäude schräg nach oben zum 210m Mast des Langwellensenders.

Im Sommer 1931 bis 1945 standen schon 5 kW bzw. 20 kW Sendeleistung zu Verfügung.   Hier wurden schon die Bereiche 5000 bis 20 00 kHz Frequenzen verwendet. Zielrichtungen war Amerika und sonst kommerzielle Dienste. Antenne: Rundstrahler, 4 übereinander angeordnete waagrechte Dipol-Quadrate von je 15m Seitenlänge an 70m-Holzturm (Telefunken).

Im Juli 1936 wurde ein Sender mit 40 kW von Telefunken in Zessen in Betrieb genommen. Eingesetzt für Kurzwellenrundfunk. Ebenfalls Juli 1936 in Zeesen wurde  ein Sender von Lorenz mit einer Sendeleistung von 40-50 kW für internationalen Programmaustausch (IPA) in Betrieb genommen.

Im September 1941 wurde ein Kurzwellensender des Fabrikat:  Radio Slavia Prag,     in München Ismaning mit einer Leistung von 57 - 75 kW in Betrieb genommen. Senderichtung war Nord- und Südamerika. Wellenbereich: 13,6 - 60m. Im November 1942 kam ein 100 kW-Kurzwellensender in Ismaning dazu.

Verschiedene Frequenzen wurden damals verwendet:

10290 kHz, 17755 kHz , 14410 kHz,  Ostasien/Südamerika 

9677 kHz, 15340 kHz, 15360 kHz  Afrika

17850 kHz, 10046 kHz Südasien/Mittelamerika

10000 kHz Nordamerika, Kanada u. Orient

12000 kHz  Südamerika

Rhombusantennen (Stand 1944)

8880 kHz,  9450 kHz,  11538 kHz,  12095 kHz,   21740 kHz,   in Richtung Nordamerika, Orient, Ostasien, Kanada, Südamerika und Afrika.

 

 

 

100 kW Mittelwellensender von Telefunken.

Wurde im Auftrag der NORGA im Jahre 1932/33 in Hamburg errichtet.

Vor einigen Jahren spendete der Norddeutsche Rundfunk dem Fürther Rundfunkmuseum den gesamten Sender, der praktisch vollständig erhalten ist.

Infotafel 

des

Kurzwellenring - Süd

beim Eingang des Rundfunkmuseum Fürth.

Kurzwellenhörer

 

Empfangsstationen

für Besucher.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationsabend

für

Museumsbesucher

bei der

lange Nacht 2003

im 

Rundfunkmuseum Fürth

über 

Empfangsmöglichkeiten

sowie

welche Weltempfänger

werden für den

Kurzwellenempfang

benötigt.

 

  

 

 

 

Sämtliche Unterlagen zur Veröffentlichung, mit freundlicher Genehmigung des Rundfunkmuseum Fürth.

Alle Foto: Franz Chvatal 

 

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